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Hier finden Sie aktuelle Entscheidungen und Informationen zu den Themen Versicherungen, „Hartz IV“, ALG I, EM-Rente, Schwerbehinderung, Krankheit und Filesharing.

Hier finden Sie eine Sammlung aktueller Entscheidungen aus dem Versicherungsrecht, geordnet nach Datum und Versicherungssparte (Berufsunfähigkeit = BU, Unfall = Unfall, Krankheitskosten und Krankentagegeld = PKV, Rechtsschutz = RSV, Leben = Leben).

  • LG Nürnberg-Fürth, 14.12.2017 – 2 O 3404/16 – BU
    keine Verweisung im Nachprüfungsverfahren bei erfolgter Umschulung
  • OLG Hamm, 01.12.2017 – I-20 U 64/17 – BU
    Nichtangabe von Rückenbeschwerden und Arglist?
  • BGH, 30.11.2017 - I ZR 143/16
    zu den Pflichten des Maklers bei der Abwicklung eines Versicherungsfalles
  • OLG Karlsruhe, 13.10.2017 – 12 U 107/17 – PKV
    PKV darf Kostenerstattung für künstliche Befruchtung nicht auf verheiratete Paare beschränken
  • BGH, 19.07.2017 – IV ZR 535/15 – BU
    bei der Bemessung des Grades der BU darf nicht nur auf den Zeitanteil einer einzelnen Tätigkeit abgestellt werden
  • OLG Dresden, 27.06.2017 – 4 U 1772/16 – BU
    keine überspannten Anforderungen an die Substantiierungspflicht bei Tätigkeit als Hausfrau
  • LG München I, 20.04.2017 – 23 O 12413/14 – BU
    Anerkennung der Leistungspflicht bei unwiderleglich vermuteter BU
  • BGH, 29.03.2017 – IV ZR 533/15 – PKV
    Kosten für LASIK-OP sind bei entsprechender Fehlsichtigkeit erstattungsfähig
  • BGH, 15.02.2017 – IV ZR 280/15 – BU
    zur Wirksamkeit einer individuellen Leistungsvereinbarung
  • BGH, 21.12.2016 – IV ZR 217/15, IV ZR 339/15, IV ZR 399/15 – Leben
    zur Verwirkung der Widerspruchsmöglichkeit beim Policenmodell
  • BGH, 14.12.2016 – IV ZR 527/15 – BU
    zur Prüfung der BU bei einem leidensbedingten Berufswechsel
  • BGH, 07.12.2016 – IV ZR 434/15 – BU
    Verweisungsberuf mit höherem Freizeitanteil und Ieichterer Arbeit
  • BGH, 19.10.2016 – IV ZR 521/14 – Unfall
    Invaliditätsanspruch auch bei Vorschädigung
  • OLG Karlsruhe, 06.09.2016 – 12 U 79/16 – BU
    zur Feststellung einer mit Schmerzen begründeten BU
  • LG Berlin, 03.08.2016 – 23 O 249/15 – BU
    Pflicht zur Abgabe einer Erklärung hinsichtlich der Anerkennung von Leistungspflichten und unwirksame Regulierungsvereinbarung
  • BGH, 20.07.2016 – IV ZR 45/16 – PKV
    erneute Gesundheitsprüfung bei Tarifwechsel nur für Mehrleistung
  • BGH, 06.07.2016 – IV ZR 44/15 – PKV
    KT-Versicherer darf Krankentagegeld nicht einseitig herabsetzen!
  • LG Essen, 18.05.2016 – 18 O 68/16 – RSV
    Klagen wegen VW-Skandalautos: wer trägt die Kosten?
  • OLG Koblenz, 24.02.2016 – 10 U 910/15 – BU
    Versicherungsnehmer muss BU unverzüglich anzeigen
  • BGH, 18.11.2015 – IV ZR 124/15 – Unfall
    "richtiger" Zeitpunkt für die Erstbemessung der Invalidität
  • OLG Karlsruhe, 22.10.2015 – 12 U 53/15 – PKV
    Gesundheitsfragen im Versicherungsantrag und die Anforderungen an eine wirksame Belehrung
  • BGH, 21.10.2015 – IV ZR 266/14 – RSV
    Gebührenprozess im Auftrag der Rechtsschutzversicherung
  • OLG Bamberg, 21.09.2015 – 1 U 35/15 – BU
    Anspruch auf BU-Leistungen trotz objektiv falscher Angaben zum Gesundheitszustand
  • BGH, 29.07.2015 – IV ZR 384/14 – Leben
    Rückabwicklung von Lebens- und Rentenversicherungsverträgen nach Widerspruch
  • OLG Jena, 07.05.2015 – 4 U 557/14 – Unfall
    Schulterverletzung durch Eigenbewegung auf einer Matratze im Schlaf = versicherter Unfall?
  • OLG Frankfurt, 09.04.2015 – 6 U 110/14 – RSV
    „Zwangsmediation“ in der Rechtsschutzversicherung ist unzulässig
  • BGH, 08.04.2015 – IV ZR 103/15 – Leben
    zum Verjährungsbeginn des Bereicherungsanspruchs nach Widerspruch
  • BGH, 01.04.2015 – IV ZR 104/13 – Unfall
    zum Inhalt und Umfang der ärztlichen Invaliditätsfeststellung
  • BGH, 01.04.2015 – IV ZR 104/13 – Unfall
    zum Zeitpunkt der Invaliditätserstbemessung (letzte mündliche Tatsachenverhandlung?)
  • OLG Dresden, 24.03.2015 – 4 U 1292/14 – Wohngebäude
    keine Leistungsfreiheit bei Obliegenheitsverletzung
  • OLG Karlsruhe, 02.03.2015 – 9 U 14/14 – PKV
    keine Anzeigepflichtverletzung bei fehlender Kenntnis einer ärztlichen Verdachtsdiagnose (hier: Morbus Crohn – nur einmalige Behandlung und lange Beschwerdefreiheit)
  • BGH, 25.02.2015 – IV ZR 214/14 – RSV
    Eintritt des Rechtsschutzfalls richtet sich nach dem Tatsachenvortrag des Versicherungsnehmers
  • BGH, 14.01.2015 – IV ZR 433/14 – Leben
    Rückzahlung von Versicherungsbeiträgen bei einer Lebensversicherung
  • BGH, 14.01.2015 – IV ZR 43/14 – PKV
    PKV muss auf fehlende Anschlussversicherung hinweisen
  • BGH, 17.12.2014 – IV ZR 399/13 – PKV
    vorvertragliche Behandlungsbedürftigkeit bei Zahnbehandlungen
  • BGH, 10.12.2014 – IV ZR 289/13 – Raten- bzw. Restschuld
    fehlende Transparenz einer Ausschlussklausel
  • OLG Köln, 07.11.2014 – 20 U 86/14 – BU
    Ansprüche des Versicherungsnehmers einer Krankentagegeld- und einer BU-Versicherung aus einer „Leistungs- und Servicegarantie“
  • BGH, 05.11.2014 – IV ZR 22/13 – RSV
    zum Eintritt des Versicherungsfalls in der Rechtsschutzversicherung
  • OLG Stuttgart, 07.08.2014 – 7 U 35/14 – Unfall
    Wann darf der Unfallversicherer die Leistungen wegen Vorerkrankungen kürzen? (hier: Ruptur der Rotatorenmanschette)
  • OLG Hamburg, 06.08.2014 – 9 U 31/13 – PKV
    keine Quasivermutung von Arglist bei objektiven Falschangaben (hier: Konfliktsituation am Arbeitsplatz ohne Krankheitswert = depressive Episode?)
  • KG Berlin, 23.05.2014 – 6 U 210/13 – PKV
    keine Quasivermutung von Arglist bei objektiven Falschangaben (hier: nur einmalige Behandlung – Lumboischialgie = „unbekannte“ Diagnosen mit lateinischen Begriffen)
  • OLG Stuttgart, 17.04.2014 – 7 U 253/13 – BU
    Belehrung zu den Anzeigepflichten nach § 19 Abs. 5 VVG muss in unmittelbarer Nähe zu den Gesundheitsfragen stehen
  • BGH, 12.03.2014 – IV ZR 306/13 – PKV
    keine (ordnungsgemäße) Belehrung nach § 19 Abs. 5 VVG bei Arglist notwendig

Hier finden Sie praxisrelevante Entscheidungen zum Thema „Hartz IV“, geordnet nach Datum. Die von mir selbst erstrittenen Entscheidungen habe ich mit meinem Logo hervorgehoben.

  • BSG, 25.04.2018 – B 14 AS 14/17 R
    höhere Mietobergrenzen für Alleinerziehende in der Regel möglich
  • SG Hannover, 06.02.2018 – S 68 AS 344/18 ER
    Jobcenter muss Tablet für Schülerin zahlen – vgl. zur Kostenübernahme für einen internetfähigen Computer auch SG Cottbus, 13.11.2016 – S 42 AS 1914/13
  • SG Speyer, 29.12.2017 – S 16 AS 1466/17 ER
    SG Speyer hält Begrenzung in § 22 Abs. 1 Satz 1 HS. 2 SGB II auf angemessene Aufwendungen für Unterkunft und Heizung für verfassungswidrig
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 11.12.2017 – L 11 AS 349/17
    Jobcenter muss Schulbücher für Hartz-IV-Empfänger bezahlen – vgl. zur Kostenübernahme für einen internetfähigen Computer auch SG Cottbus, 13.11.2016 – S 42 AS 1914/13
  • BSG, 07.12.2017 – B 14 AS 6/17 R
    höherer Bedarf an Heizstrom setzt keine technische Ermittlung des Verbrauchs voraus
  • BSG, 25.10.2017 – B 14 AS 4/17 R
    Jobcenter muss Brillenreparatur bezahlen
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 24.10.2017 – L 11 AS 335/14
    Anrechnung eines Durchschnittskindergeldes als Einkommen bei mehr als 2 Kindern in der Bedarfsgemeinschaft ist nicht zulässig
  • BSG, 12.10.2017 – B 4 AS 34/16 R
    Sanktion: keine Erfüllung des Zahlungsanspruchs durch Aushändigung von Lebensmittelgutscheinen
  • SG Berlin, 01.09.2017 – S 179 AS 9879/17 ER
    Aufforderung zur Beantragung vorzeitiger Altersrente: Beseitigt die voraussichtliche Rente einen Sozialleistungsbezug im Alter?
  • BSG, 30.08.2017 – B 14 AS 30/16 R
    Hausverkauf ist bei voraussichtlich kurzem Hartz IV-Bezug unzumutbar
  • BVerfG, 01.08.2017 – 1 BvR 1910/12
    Eilbedürftigkeit von SGB-II-Unterkunftsleistungen auch vor Räumungsklage möglich
  • BSG, 05.07.2017 – B 14 AS 36/16 R
    vorläufige Bewilligung: endgültiger Bescheid wird Gegenstand des Widerspruchsverfahren – anteilige Kostentragung des Jobcenters bei unzutreffender Rechtsbehelfsbelehrung (Widerspruch statt Verweis auf § 86 SGG)
  • BSG, 30.03.2017 – B 14 AS 13/16 R
    Jobcenter muss Nebenkostennachzahlung auch nach Umzug übernehmen
  • BSG, 30.03.2017 – B 14 AS 18/16 R
    monatsgenaue Berücksichtigung des tatsächlichen Einkommens bei der endgültigen Leistungsfestsetzung
  • SG Saarland, 11.01.2017 – S 12 AS 421/14
    Kosten für Abifeier sind vom Jobcenter zu übernehmen
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 14.12.2016 – L 13 AS 92/15
    Reparaturkosten für eine Brille sind vom Jobcenter zu übernehmen
  • SG Chemnitz, 11.11.2016 – S 33 AS 1347/16
    Widerspruch schon bei Begründungsmangel des Bescheides erfolgreich
  • SG Iserlohn, 27.09.2016 – S 7 AS 2145/13
    monatliche Kosten für die Teilnahme am Musikunterricht sind zu übernehmen
  • SG Dortmund, 19.09.2016 – S 19 AS 1803/15
    Leistungskürzung wegen unangemessener Wohnkosten für Hauseigentümer(!) ist nur nach vorheriger Kostensenkungsaufforderung möglich
  • BSG, 10.08.2016 – B 14 AS 58/15 R
    Kosten für einen Nachsendeantrag sind übernahmefähige Umzugskosten
  • SG Gotha, 02.08.2016 – S 15 AS 5157/14
    Sanktion: SG Gotha hält Hartz-IV-Sanktionen weiterhin für verfassungswidrig und ruft erneut das BVerfG an
  • BSG, 26.07.2016 – B 4 AS 47/15 R
    Anhörungsfehler können zur Aufhebung des Bescheides führen
  • BSG, 23.06.2016 – B 14 AS 30/15 R
    keine Bewerbungsbemühungen ohne Regelung zur Kostenübernahme
  • SG Berlin, 27.05.2016 – S 37 AS 22238/15
    zur Anrechnung von Nebeneinkommen bei gleichzeitigem Bezug von ALG I und ALG II
  • LSG Thüringen, 18.05.2016 – L 9 AS 449/16 B ER
    Eilrechtsschutz gegen Zuweisungsentscheidung ist (nunmehr) möglich
  • SG Mainz, 18.04.2016 – S 3 AS 149/16
    SG Mainz hält Leistungsausschluss für Auszubildende im SGB II für verfassungswidrig
  • SG Karlsruhe, 13.04.2016 – S 13 AS 3066/15
    Kostensenkungsaufforderung: Angabe der Nettokaltmiete als Grenzwert macht Wohnungssuche subjektiv unmöglich
  • BGH, 22.03.2016 – 3 StR 517/15
    Vorwurf Sozialleistungsbetrug? – Strafrichter müssen Leistungsanspruch selbständig prüfen
  • SG Frankfurt am Main, 22.03.2016 – S 19 AS 1417/13
    zur Übernahme der Kosten für eine Gleitsichtbrille aus dem Vermittlungsbudget
  • SG München, 21.03.2016 – S 40 AS 555/16 ER
    Sanktion: unterlassene Wahrnehmung eines Meldetermins – fehlende Fahrtkosten sind wichtiger Grund
  • BSG, 09.03.2016 – B 14 AS 5/15 R
    Widerspruchsverfahren gegen eine Mahngebühr: Erstattung der Geschäftsgebühr in Höhe von 120,00 EUR
  • LSG Sachsen, 22.02.2016 – L 3 AS 613/15 B ER
    zum Rechtsschutz gegen eine „Zwangsverrentung“
  • BSG, 17.02.2016 – B 4 AS 12/15 R
    keine zeitlich unbegrenzte Deckelung der Mietkosten nach (nicht erforderlichem) Umzug
  • LSG Bayern, 18.01.2016 – L 7 AS 869/15 B ER
    10 % Sicherheitszuschlag ist als Mietobergrenze auch auf die ab dem 01.01.2016 (erhöhten) Tabellenwerte in § 12 WoGG zu gewähren
  • SG Hildesheim, 22.12.2015 – S 37 AS 1175/15
    Strom für einen Heizstrahler im Bad einer Mietwohnung ist als Unterkunftsbedarf anzuerkennen
  • SG Altenburg, 25.11.2015 – S 24 AS 145/15
    kein Durchschnittseinkommen bei endgültiger Leistungsfestsetzung Jobcenter muss Kosten für Schulbücher als „Befähigungskosten“ bezahlen
  • SG Neubrandenburg, 12.11.2015 – S 14 AS 969/15
    bei Erstattungsanspruch nach abschließender Entscheidung gilt Jahresfrist
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 09.11.2015 – L 19 AS 924/15
    „aufgestaute“ Nachzahlung von Kindergeld ist als laufende Einnahme im Zuflussmonat zu berücksichtigen – keine Verteilung auf mehrere Monate
  • LSG Baden-Württemberg, 20.10.2015 – L 13 AS 1806/14
    „aufgestaute“ Nachzahlung aus einer privaten BU-Versicherung ist als laufende Einnahme im Zuflussmonat zu berücksichtigen – keine Verteilung auf mehrere Monate
  • SG München, 01.10.2015 – S 16 AS 1859/15 ER
    Sanktion: Nichtwahrnehmung eines Meldetermins – Vorlage einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung nicht zwingend erforderlich
  • LSG Berlin-Brandenburg, 17.09.2015 – L 31 AS 1571/15
    Versicherungspauschale ist bei „aufgestauter“ Nachzahlung von Kindergeld pro Monat abzusetzen: Grundsätze des BSG, 17.07.2014 – B 14 AS 25/13 R gelten unabhängig von der Einkommensart
  • BSG, 19.08.2015 – B 14 AS 13/14 R
    keine monatsübergreifende Saldierung bei vorläufiger Bewilligung
  • SG Dresden, 10.08.2015 – S 20 AS 1507/14
    Sanktion: Sanktionsregelungen im SGB II sind verfassungswidrig
  • LSG Berlin-Brandenburg, 31.07.2015 – L 25 AS 1911/14 B PKH
    verfassungsrechtliche Bedenken bei Aufrechnung über mehrere Jahre
  • BSG, 25.06.2015 – B 14 AS 30/14 R
    Sozialrichter dürfen nicht (unterlassene) Aufgaben der Jobcenter nachholen!
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 23.06.2015 - L 7 AS 750/13
    Überprüfungsverfahren: zwei Klagen gegen einen Widerspruchsbescheid?!
  • SG Bayreuth, 26.05.2015 – S 4 AS 102/15
    KdU-Richtlinie wegen fehlender Veröffentlichung unwirksam
  • SG Gotha, 26.05.2015 – S 15 AS 5157/14
    Sanktion: Sanktionen nach §§ 31 ff. SGB II verfassungswidrig?
  • SG Gotha, 11.05.2015 – S 24 AS 1185/13
    Zinsanspruch muss Jobcenter von Amts wegen berücksichtigen
  • BSG, 29.04.2015 – B 14 AS 20/14 R
    Sanktion: keine Leistungskürzung im Wochenrhythmus – Jobcenter muss bei hoher „Einladungsdichte“ Ermessen ausüben
  • BSG, 29.04.2015 – B 14 AS 19/14 R
    Sanktion: keine Sanktionierung ohne Aufhebungsentscheidung
  • BSG, 29.04.2015 – B 14 AS 31/14 R
    Jobcenter muss nach vorläufiger Bewilligung einen endgültigen Leistungsbescheid erlassen – keine Wahl zwischen §§ 45, 48 SGB X und § 328 SGB III
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 29.04.2015 – L 2 R 237/13
    vollständige Verrechnung einer Rentennachzahlung mit Erstattungsansprüchen des Jobcenters kann im Einzelfall rechtswidrig sein
  • BSG, 24.04.2015 – B 4 AS 32/14 R
    zur Anrechnung von verspäteten Nachzahlungen des Arbeitgebers und sonstigen „aufgestauten“ laufenden Einnahmen (Kindergeld, Elterngeld) – Handhabung der Jobcenter oft rechtswidrig!
  • SG Berlin, 23.03.2015 – S 197 AS 355/12
    zur Berücksichtigung des tatsächlichen Einkommens bei der endgültigen Leistungsfestsetzung – Monatsprinzip oder Durchschnittseinkommen?
  • SG Schwerin, 10.03.2015 – S 15 AS 1947/13
    Fahrkostenerstattung des Arbeitgebers ist kein (anrechenbares) Einkommen
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 24.02.2015 - L 7 AS 187/14
    Jobcenter muss 4 Wochen vor Ablauf des Bewilligungsabschnitts auf erforderlichen Folgeantrag hinweisen
  • SG Mainz, 12.12.2014 – S 3 AS 130/14 und S 3 AS 370/14
    Nichtübernahme von Tilgungsraten für Eigentumserwerb eines Hauses verfassungswidrig?
  • BSG, 02.12.2014 – B 14 AS 50/13 R
    Sanktion: keine „Sippenhaft“ bei Sanktionierung
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 29.11.2014 – L 15 AS 338/14 B ER
    Sanktion: keine Sanktionierung ohne Aufhebungsentscheidung
  • LSG Sachsen-Anhalt, 20.11.2014 – L 4 AS 166/14
    keine zeitlich unbegrenzte Deckelung der Mietkosten nach (nicht erforderlichem) Umzug
  • BSG, 28.10.2014 – B 14 AS 39/13 R
    Überprüfungsverfahren: zur Begründungspflicht von Überprüfungsanträgen
  • BVerfG, 09.10.2014 – 1 BvR 83/12
    Bewilligung von Prozesskostenhilfe bei ungeklärter Rechtslage
  • BVerfG, 23.07.2014 – 1 BvL 10/12, 1 BvL 12/12 und 1 BvR 1691/13
    Regelbedarfsleistungen sind derzeit (noch) verfassungsgemäß
  • BSG, 17.07.2014 – B 14 AS 25/13 R
    BSG, 17.07.2014 – B 14 AS 25/13 R
  • BSG, 04.06.2014 – B 14 AS 30/13 R
    eine Bagatellgrenze beim Mehrbedarf zur Ausübung des Umgangsrechts
  • SG, 09.04.2014 – B 14 AS 23/13 R
    Unterbrechung des Leistungsbezuges für mindestens 1 Monat hebt Deckelung der Unterkunftskosten auf!
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 30.01.2013 – L 13 AS 67/11
    Anrechnung eines Durchschnittskindergeldes als Einkommen bei mehr als 2 Kindern in der Bedarfsgemeinschaft

Hier finden Sie ausgewählte Entscheidungen aus dem Bereich Arbeitslosigkeit (ALG I), geordnet nach Datum. Die von mir selbst erstrittenen Entscheidungen habe ich mit meinem Logo hervorgehoben.

  • BSG, 03.05.2018 – B 11 AL 2/17 R
    nur eine Sperrzeit bei Nichtbewerbung auf drei kurz hintereinander unterbreitete Arbeitsangebote
  • BSG, 12.09.2017 – B 11 AL 25/16 R
    keine Sperrzeit nach Altersteilzeit
  • BSG, 04.04.2017 – B 11 AL 19/16 R
    Sperrzeit wegen fehlender Eigenbemühungen nur bei Zusage einer „Gegenleistung“ durch die Arbeitsagentur
  • BSG, 23.02.2017 – B 11 AL 3/16 R
    befristete Rente wegen Erwerbsminderung begründet neuen Anspruch auf ALG I

Hier finden Sie eine Sammlung ausgewählter Entscheidungen rund um die Rente wegen Erwerbsminderung (EM-Rente), geordnet nach Datum.

  • LSG Berlin-Brandenburg, 12.04.2018 – L 8 R 808/15
    EM: zur (unmöglichen) Verweisung auf die Berufe Warenaufmacher und Versandfertigmacher – Tätigkeiten sind auf dem Arbeitsmarkt nicht (mehr) in genügender Anzahl vorhanden!
  • BSG, 06.09.2017 – B 13 R 21/15 R
    Urlaubsabgeltung = rentenschädlicher Hinzuverdienst
  • BSG, 06.09.2017 – B 13 R 33/16 R
    Krankengeldzuschuss = rentenunschädlicher Hinzuverdienst
  • SG Duisburg, 19.01.2017 – S 10 R 441/14
    EM: zur erfolglosen Ausschöpfung aller ambulanten und stationären Behandlungsoptionen
  • LSG Bayern, 13.09.2016 – L 13 R 937/14
    EM: zur Summierung ungewöhnlicher Leistungseinschränkungen
  • LSG Berlin-Brandenburg, 29.10.2015 – L 8 R 926/11
    EM: zur (unmöglichen) Verweisung auf die Berufe Warenaufmacher und Versandfertigmacher
  • LSG Berlin-Brandenburg, 03.07.2014 – L 33 R 1251/11
    EM: häufige Arbeitsunfähigkeit = Erwerbsminderung?
  • LSG Bayern, 24.06.2014 –L 19 R 1083/10
    EM: zur Berufsunfähigkeit und zur Lösung vom erlernten Beruf
  • SG Duisburg, 20.03.2014 – S 10 R 77/11
    EM: zu den Anforderungen einer vollen Erwerbsminderung
  • LSG Bayern, 12.02.2014 – L 13 R 158/11
    EM: volle Erwerbsminderung auch bei Leistungsfähigkeit von 3 - 6 Stunden
  • BSG, 31.10.2012 – B 13 R 107/12 B
    EM: zur Benennung einer Verweisungstätigkeit bei häufiger Arbeitsunfähigkeit
  • BSG, 12.12.2011 – B 13 R 21/10 R
    EM: zur Wegefähigkeit
  • SG Hamburg, 10.09.2003 – S 10 RA 406/99
    EM: zur Verweisung auf die Berufe Museumswärter und Pförtner

Hier finden Sie eine Sammlung ausgewählter Entscheidungen, die sich mit dem Recht der Schwerbehinderung befassen, geordnet nach Datum.

  • LSG Berlin-Brandenburg, 12.01.2017 - L 13 SB 3/16
    zum Zeitpunkt der Herabsetzung eines GdB
  • LSG Berlin-Brandenburg, 15.12.2016 – L 13 SB 2/16
    zur Bewertung einer seelischen Erkrankung
  • LSG Berlin-Brandenburg, 15.12.2016 – L 13 SB 232/14
    zur Bewertung eines insulinpflichtigen Diabetes mellitus
  • LSG Berlin-Brandenburg, 12.05.2016 – L 11 SB 16/16
    zur Auslegung eines Klageantrages gerichtet auf Feststellung eines Mindest-GdB
  • BSG, 21.03.2016 – B 9 SB 81/15 B
    Bemessung des GdB ist grundsätzlich tatrichterliche Aufgabe
  • LSG Bayern, 13.07.2015 – L 15 SB 16/14
    maßgeblicher Zeitpunkt bei einer Entscheidung zur Herabsetzung des GdB = Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung (Widerspruchsbescheid)
  • LSG Berlin-Brandenburg, 25.04.2013 – L 13 SB 73/12
    Sachverhaltsermittlungen des Versorgungsamtes vom Schreibtisch aus sind bei medizinischen Fragen in der Regel nicht ausreichend
  • LSG Berlin-Brandenburg, 22.11.2012 – L 13 SB 76/12
    zum Erlass eines Gerichtsbescheides in Verfahren aus dem Bereich des Rechts der Schwerbehinderung
  • LSG Berlin-Brandenburg, 26.07.2012 – L 13 SB 9/10
    Versorgungsamt trägt Darlegungs- und Beweislast für eine wesentliche Änderung der Verhältnisse (Verbesserung des Gesundheitszustandes) bei einem Herabsetzungsbescheid
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 18.06.2002 – L 6 SB 142/00
    zur Unterscheidung von starken und schwachen Einzel-GdB-Werten

Hier finden Sie eine Sammlung ausgewählter Entscheidungen rund um das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung, geordnet nach Datum.

  • BSG, 07.11.2017 – B 1 KR 15/17 R
    Krankenkasse darf fingierte Genehmigung nicht zurücknehmen!
  • BSG, 07.11.2017 – B 1 KR 7/17 R
    Genehmigungsfiktion in § 13 Abs. 3a SGB V gilt auch für Ansprüche außerhalb des Leistungskataloges
  • SG Speyer, 13.10.2017 – S 13 KR 85/16
    Anspruch auf Krankengeld entsteht durch einmalige ärztliche Feststellung – befristete (zeitabschnittsweise) Bewilligung ist nicht zulässig
  • SG Regensburg, 30.08.2017 – S 14 KR 618/15
    Bescheinigung im Entlassungsbericht einer Klinik reicht als AU-Bescheinigung aus
  • BSG, 11.07.2017 – B 1 KR 26/16 R
    Genehmigungsfiktion nach § 13 Abs. 3a SGB V begründet unmittelbar Anspruch auf Versorgung (Naturalleistung – hier: Durchführung der OP), nicht nur Anspruch auf nachträgliche Kostenerstattung
  • LSG Schleswig-Holstein, 23.05.2017 – L 5 KR 6/15
    zum Anspruch auf eine Brustangleichungsoperation wegen einer psychischen Erkrankung
  • BSG, 11.05.2017 – B 3 KR 22/15 R
    Krankengeld trotz zeitlicher Lücke in der AU-Bescheinigung – Änderung der Rechtsprechung des BSG!
  • BSG, 11.05.2017 – B 3 KR 6/16 R
    kein Anspruch auf eine Kopforthese zur Behandlung einer Schädelasymmetrie
  • SG Leipzig, 03.05.2017 – S 22 KR 75/16
    Krankengeldanspruch ohne förmliche Bescheinigung der AU
  • SG Mainz, 25.07.2016 – S 3 KR 428/15
    kein Ausschluss des Krankengeldes bei lückenhafter ärztlicher Feststellung der AU – befristete (zeitabschnittsweise) Bewilligung ist nicht zulässig
  • LSG Baden-Württemberg, 25.05.2016 – L 5 KR 1063/15
    zur „Krankengeldfalle“ und zur Wahrung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes
  • BSG, 08.03.2016 – B 1 KR 25/15 R
    Leistungsbewilligung durch Schweigen: Genehmigungsfiktion – auf einen Antrag muss die Krankkasse innerhalb von 3 Wochen antworten!
  • LSG Berlin-Brandenburg, 02.10.2013 – L 1 KR 346/11
    zur Bescheinigung von AU bis auf Weiteres
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 24.06.2004 – L 5 KR 129/03
    zur Kostenübernahme einer Brustverkleinerung

Die Rechtsprechung unterscheidet zwei Zurechnungstatbestände: Die Haftung des Handelnden (= Täterhaftung), die grundsätzlich vermutet wird und vom Anschlussinhaber zu entkräften ist, und die Haftung desjenigen, der die urheberrechtsverletzende Handlung eines Dritten ermöglicht hat (= Störerhaftung). Hierbei haben sich folgende Leitlinien herausgebildet.

  • BGH, 12.05.2010 – I ZR 121/08 – Sommer unseres Lebens
    Störerhaftung für offenes oder schlecht gesichertes WLAN
  • BGH, 15.11.2012 – I ZR 74/12 – Morpheus
    keine Störerhaftung von Eltern für minderjährige Familienmitglieder nach vorheriger Belehrung
  • BGH, 08.01.2014 - I ZR 169/12 – Bearshare
    keine Störerhaftung von Eltern für erwachsene Familienmitglieder; vorherige Belehrung ist nur bei konkreten Verdachtsmomenten erforderlich
  • BGH, 11.06.2015 - I ZR 75/14 – Tauschbörsen III
    Vorgaben zur Entkräftung der Tätervermutung im Rahmen der sekundären Darlegungslast
  • BGH, 12.05.2016 - I ZR 48/15 – Everytime we touch
    weitere Vorgaben zur Entkräftung der Tätervermutung im Rahmen der sekundären Darlegungslast
  • BGH, 06.10.2016 - I ZR 154/15 – Afterlife
    Entschärfung der sekundären Darlegungslast zur Entkräftung Tätervermutung bei Ehepartnern
  • BGH, 30.03.2017 - I ZR 19/16 – Loud
    sekundäre Darlegungslast kann die namentliche Benennung des Familienmitglieds umfassen, das die Rechtsverletzung begangen hat

Nach der Afterlife-Entscheidung des BGH reicht es nunmehr – jedenfalls in familiären Mehrpersonenhaushalten – aus, zum Vorhandensein von Filesharing-Dateien und entsprechender Software auf den im Zugriff des Anschlussinhabers stehenden Computern vorzutragen und die als Täter tatsächlich in Betracht kommenden Familienmitglieder – unter Schilderung von deren Nutzungsverhalten – konkret zu benennen. Unzumutbar sind indes weitere Nachforschungen durch den Anschlussinhaber, insbesondere die Überwachung der Familienmitglieder oder die Untersuchung von deren Computern. Wenn der Anschlussinhaber aber sicher weiß, wer in der Familie die Urheberrechtsverletzung begangen hat, muss er den Namen offenbaren.

Zwar hat der BGH in der Afterlife-Entscheidung nur über die Konstellation von Ehegatten entschieden. Gleichwohl sind die Grundsätze dieser Entscheidung auf alle im Haushalt lebenden Familienmitglieder anwendbar, welche dem Schutzbereich des Art. 6 Abs. 1 GG (Ehe und Familie) unterfallen.

Zu berücksichtigen ist bei der Rechtsverteidigung auch eine jüngere Entscheidung des EuGH, in der festgestellt wird, dass ein Geschäftsinhaber, der der Öffentlichkeit kostenlos ein WiFi-Netz zur Verfügung stellt, für Urheberrechtsverletzungen eines Nutzers nicht verantwortlich ist, EuGH, 15.09.2016 – C-484/14 – Mc Fadden.

Die Auswirkungen der EuGH-Rechtsprechungsvorgaben für das deutsche WLAN-Haftungsregime werden unterschiedlich beurteilt. Das LG Mannheim jedenfalls geht davon aus, dass für den Bereich der privaten Internetnutzung bereits die Annahme einer tatsächlichen Vermutung als lebensfremd abzulehnen ist. Insbesondere ist für das Gericht nicht nachvollziehbar, warum eine Privatperson, die ihren Internetanschluss nur einen begrenzten Personenkreis zur Verfügung stellt, schärfer haften soll als der Betreiber eines öffentlichen WLAN-Hotspots, der eine weitaus gefährlichere Handlungsursache setzt, LG Mannheim, 18.01.2017 – U 10 C 1780/16.

Auch das AG Frankenthal, 16.03.2016 – 3a C 299/15 hat grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Annahme der vom BGH aufgestellten Tätervermutung. Insbesondere in Haushalten, in denen mehrere Personen selbständig und unabhängig Zugang zum Internet haben, ist nach Auffassung des Gerichts unverständlich, warum eine tatsächliche Vermutung dafür bestehen soll, dass allein der Anschlussinhaber für die Rechtsverletzung verantwortlich ist, AG Frankenthal, 16.03.2016 – 3a C 299/15.

Unabhängig hiervon ist rein vorsorglich auf der Grundlage der BGH-Entscheidungen im jeweiligen Einzelfall zu prüfen, welche konkreten Anforderungen an das Verteidigungsvorbringen des Anschlussinhabers zu stellen sind. Die Auffassungen der Instanzgerichte zum Umfang dieser Anforderungen sind – in Abhängigkeit von der jeweiligen Fallkonstellation (1-Personen-Haushalt oder Mehrpersonenhaushalt) – höchst unterschiedlich, wobei nach der Afterlife-Entscheidung des BGH nunmehr eine anschlussinhaberfreundliche Rechtsprechung vorherrschend ist. Hier exemplarisch ausgewählte Entscheidungen:

  • AG Kassel, 04.04.2017 - 410 C 1977/16 – Familie, kein WLAN-Anschluss
    keine Haftung von Eltern für erwachsene Familienmitglieder (hier: Mutter und Sohn)
  • LG Berlin, 21.03.2017 - 15 S 48/15 – Familie, WLAN-Anschluss
    keine Haftung von Eltern für erwachsene Familienmitglieder (hier: Eheleute und Tochter)
  • AG Berlin-Charlottenburg, 29.11.2016 – 206 C 329/16 – nichteheliche Lebensgemeinschaft
    keine Haftung für den Lebenspartner
  • AG Berlin-Charlottenburg, 08.06.2016 – 231 C 65/16 – Arbeitsplatz
    keine Haftung des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter
  • LG Flensburg, 23.02.2016 – 8 S 48/15 – Wohngemeinschaft
    keine Haftung des Anschlussinhabers für WG-Mitbewohner