SozialrechtFachanwalt für Sozialrecht

Sozialrecht entscheidet selten über Nebensächlichkeiten. Häufig geht es um die wirtschaftliche Existenz, die eigene Wohnung, Krankengeld, eine Erwerbsminderungsrente oder darum, wie gesundheitliche Einschränkungen rechtlich bewertet werden.

Ich konzentriere mich auf ausgewählte Bereiche des Sozialrechts: Erwerbsminderungsrente, Schwerbehindertenrecht, Pflegegrad, Grundsicherung und Jobcenter, Arbeitslosengeld sowie Krankengeld und Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dabei gibt es zwei Dinge, mit denen ich mich besonders häufig beschäftige: medizinische Sachverständigengutachten – und Bescheide, bei denen sich der genaue Blick auf die Berechnung oder Begründung lohnt.

Auch im Sozialrecht gilt also: Ich mache nicht alles.

Schwerpunkt

Erwerbsminderungsrente

Ein Gutachten ist nicht schon deshalb richtig, weil es viele Seiten hat.

In Verfahren wegen einer Erwerbsminderungsrente entscheidet häufig ein medizinisches Sachverständigengutachten darüber, ob eine Rente bewilligt oder abgelehnt wird.

Ich lese deshalb nicht nur die Zusammenfassung am Ende. Entscheidend ist, ob die erhobenen Befunde vollständig sind, das Leistungsvermögen nachvollziehbar beurteilt wurde und die Schlussfolgerungen tatsächlich aus dem folgen, was zuvor festgestellt worden ist.

Kritik an einem Gutachten bedeutet dabei keinen „Pitbull-Stil“. Medizinische Sachverständige sind ebenso wenig unfehlbar wie Juristen. Entscheidend ist, konkret zu benennen, wo ein Gutachten nicht trägt.

Typische Themen

  • Leistungsvermögen
  • volle und teilweise Erwerbsminderung
  • medizinische Gutachten
  • Reha-Berichte
  • Befundberichte
  • psychische Erkrankungen
  • orthopädische Erkrankungen
  • § 109 SGG

Eine Erwerbsminderung kommt selten allein

Eine länger andauernde Erkrankung wirft oft weitere Fragen auf: Droht eine Kündigung? Sollte ein Grad der Behinderung festgestellt werden? Besteht eine private Berufsunfähigkeitsversicherung?

Diese Fragen bespreche ich mit Ihnen gleich mit.

Schwerpunkt

Schwerbehindertenrecht

Nicht die Diagnose entscheidet. Entscheidend sind ihre Auswirkungen.

Beim Grad der Behinderung geht es nicht allein darum, welche Erkrankungen in einer Patientenakte stehen. Entscheidend ist, wie stark die gesundheitlichen Einschränkungen die Teilhabe am Leben beeinträchtigen.

Meine Tätigkeit umfasst insbesondere

  • Grad der Behinderung
  • Schwerbehinderteneigenschaft
  • Gleichstellung
  • Merkzeichen G
  • Merkzeichen B
  • Merkzeichen aG
  • Heilungsbewährung
  • Herabsetzungsverfahren
  • medizinische Sachverständigengutachten

Auch hier spielen medizinische Gutachten häufig eine zentrale Rolle. Und auch hier gilt: Ein Gutachten sollte nicht nur ein Ergebnis nennen, sondern nachvollziehbar erklären, wie es dorthin gekommen ist.

Schwerpunkt

Pflegegrad & Pflegeversicherung

Ein Pflegegrad ist das Ergebnis einer Rechnung – und die lässt sich überprüfen.

Ob und in welchem Umfang Pflegebedürftigkeit besteht, ermittelt der Medizinische Dienst in einem Gutachten. Bewertet werden sechs Lebensbereiche, die sogenannten Module – von der Mobilität über die geistigen Fähigkeiten und die Selbstversorgung bis zur Gestaltung des Alltagslebens. Aus den gewichteten Punkten ergibt sich der Pflegegrad.

Ich werte diese Gutachten Modul für Modul aus: Sind alle Einschränkungen erfasst? Passen die Punkte zu dem, was im Alltag tatsächlich an Hilfe nötig ist? Nicht selten entscheiden wenige Punkte darüber, ob ein höherer Pflegegrad erreicht wird.

Typische Themen

  • Pflegegrad abgelehnt
  • Höherstufung
  • Gutachten des Medizinischen Dienstes
  • Module und Punkte
  • Pflegegeld
  • Pflegesachleistungen
  • Widerspruch

Medizinische Gutachten – kein Buch mit sieben Siegeln

In vielen Verfahren im Erwerbsminderungs-, Schwerbehinderten- und Pflegerecht entscheidet die Begutachtung über Erfolg oder Misserfolg.

Ich beschäftige mich deshalb seit vielen Jahren intensiv mit der Auswertung medizinischer Sachverständigengutachten – nicht nur in meinen Verfahren, sondern auch publizistisch.

Aus meiner Praxis und meinen Veröffentlichungen

FachaufsatzDas medizinische Sachverständigengutachten im Sozialrecht: (K)ein Buch mit sieben Siegeln?ASR – Anwalt/Anwältin im Sozialrecht 4/2025, S. 134–144

Sieben Steuerungsmöglichkeiten für Mandant und Anwalt im Schwerbehinderten- und Rentenrecht.

Beitrag lesen (PDF)

Fachbeitrag in zwei TeilenWie bekomme ich einen Grad der Behinderung von 50 mit Diabetes?ASR 3/2023 und 4/2023 · Sozialrecht aktuell 6/2023 und 1/2024

Zugleich Anmerkung zum Urteil des SG Cottbus vom 16.01.2023 – S 17 SB 11/21, in dem ich die Klägerin vertreten habe.

Teil 1 lesen (PDF) · Teil 2 lesen (PDF)

SGB II – früher Bürgergeld bzw. Hartz IV

Grundsicherung & Jobcenter

Wenn das Jobcenter an der Miete kürzt.

Nicht jeder Bescheid ist schon deshalb richtig, weil eine Berechnung mehrere Seiten umfasst.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt bei den Kosten der Unterkunft und Heizung. Wird die bislang berücksichtigte Miete gekürzt, prüfe ich, ob die Begrenzung im konkreten Fall auf einer rechtlich tragfähigen Grundlage beruht und welche Möglichkeiten bestehen, gegen die Kürzung vorzugehen.

Daneben geht es häufig um

  • Einkommen
  • Vermögen
  • Bedarfsgemeinschaft
  • Unterkunftskosten
  • Heizkosten
  • Aufhebung und Erstattung
  • Sanktionen
  • Erreichbarkeit
  • Überprüfungsanträge

Gerade bei Unterkunftskosten lohnt sich der genaue Blick. Eine vermeintlich kleine monatliche Kürzung kann sich über einen längeren Zeitraum zu einem ziemlich großen Problem entwickeln.

Arbeitslosengeld I

Wenn eine Kündigung nicht das einzige Problem ist.

Eine Kündigung kommt häufig nicht allein. Manchmal besteht gleichzeitig eine längere Erkrankung, das Krankengeld läuft aus oder es stellt sich die Frage nach einer Erwerbsminderungsrente.

Dann greifen Arbeitsrecht und Sozialrecht ineinander.

Typische Themen

  • Arbeitslosengeld
  • Sperrzeit
  • Aufhebungsvertrag
  • Ruhen des Anspruchs
  • Krankheit während der Arbeitslosigkeit
  • Aussteuerung
  • Nahtlosigkeitsregelung

Krankengeld & gesetzliche Krankenversicherung

Wenn die Krankenkasse meint, Sie seien wieder gesund.

Streit entsteht häufig darüber, ob weiterhin Arbeitsunfähigkeit besteht und Krankengeld zu zahlen ist.

Weitere typische Fragen betreffen die Aussteuerung nach längerem Krankengeldbezug sowie die Übernahme von Behandlungen oder Arzneimitteln.

Typische Themen

  • Krankengeld
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Medizinischer Dienst
  • Aussteuerung
  • Mitgliedschaft
  • Kostenübernahme
  • Arzneimittel
  • medizinische Behandlung
  • Eilverfahren

Gerade wenn eine dringend benötigte Behandlung betroffen ist, kann effektiver Rechtsschutz auch bedeuten, nicht monatelang auf ein Hauptsacheverfahren zu warten.

Nach Kapazität

Arbeitsunfall & Berufskrankheit

In der gesetzlichen Unfallversicherung geht es selten nur darum, einen Status festzustellen. Meist ist die entscheidende Frage, ob der Unfall oder die berufliche Belastung die gesundheitlichen Beschwerden wesentlich verursacht hat – oder ob sie auch ohne dieses Ereignis entstanden wären.

Solche Kausalitätsfragen sind aufwendig und oft nur mit mehreren Gutachten zu klären.

  • Arbeitsunfall
  • Wegeunfall
  • Berufskrankheit
  • Verletztenrente
  • Minderung der Erwerbsfähigkeit

Mandate aus diesem Bereich übernehme ich nach vorheriger Prüfung des konkreten Falles und nur, wenn meine aktuellen Kapazitäten es zulassen.

So arbeite ich

Zunächst muss klar sein, wo das eigentliche Problem liegt. Ich werte deshalb Bescheide, medizinische Unterlagen und den bisherigen Verfahrensverlauf aus und bespreche mit Ihnen realistisch, welche Möglichkeiten bestehen.

  1. Bescheid prüfen
  2. Widerspruch
  3. Klage zum Sozialgericht
  4. Gutachten auswerten
  5. weitere Rechtsmittel

Je nach Verfahrensstand umfasst die Vertretung den Widerspruch, das Klageverfahren vor dem Sozialgericht, die Auswertung gerichtlicher Sachverständigengutachten und – wenn erforderlich – die Prüfung weiterer Rechtsmittel.

Übrigens: Für Versicherte und Leistungsberechtigte sind Verfahren vor den Sozialgerichten in aller Regel gerichtskostenfrei. Wer die Anwaltskosten nicht selbst tragen kann, kann Beratungs- oder Prozesskostenhilfe beantragen.

Termin? Lieber kurz anrufen.

Sie möchten wissen, ob Ihr Fall zu meinem Schwerpunkt gehört? Am einfachsten lässt sich das bei einem kurzen Telefonat mit meiner Kanzlei klären.

03 55 / 28 86 37 21

Bürozeiten Montag bis Freitag, 07:30 Uhr bis 16:15 Uhr

Meine Rechtsanwaltsfachangestellte stimmt mit Ihnen einen Termin ab und klärt zugleich, welche Unterlagen benötigt werden.

Für nicht dringende Nachrichten können Sie alternativ das Kontaktformular verwenden.

Hier meine Schwerpunkte

Als Fachanwalt für Sozialrecht kann ich auf über 10 Jahre Berufserfahrung und weit über tausend von mir geführte Verfahren zurückblicken. Mein Leistungsspektrum erstreckt sich auf folgende Bereiche:

Interview ohne Worte.
Seit über 10 Jahren sind Sie nun schon selbständig. Könnten Sie sich vorstellen, wieder zurück in ein Anstellungsverhältnis zu wechseln?
Und was ist, wenn eine Großkanzlei Sie anrufen und mit gigantischem Gehalt um Sie werben würde?
Was zeichnet einen guten Anwalt aus?
Digitale Spracherkennung, Elektronischer Rechtsverkehr, Legal Tech: Was kann keine noch so geniale Workflow-Automatisierung in Ihrer Kanzlei ersetzen?
Manchmal kann es beim Gericht sicherlich auch laut werden. Was machen Sie, um nicht die Beherrschung zu verlieren?
Und wenn die Stimmung kippt und die Luft toxisch wird, haben Sie dann eine Strategie?
Herz oder Verstand? Was ist wichtiger im Sozialrecht?
Geht es im Versicherungsrecht tatsächlich immer nur um das Kleingedruckte?
Sie vertreten im Arbeitsrecht sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber. Sehen Sie hierin einen Widerspruch?
Porsche oder Tesla? Wie kommen Sie regelmäßig zur Arbeit und zum Gericht?
Neben Ihrer Tätigkeit als Anwalt sind Sie auch wissenschaftlich publizierend tätig. Was macht Ihnen mehr Spaß?
Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
Und zum Schluss: Wie sehen Sie eigentlich aus, wenn Sie zufrieden und ganz entspannt sind?